Trinkwasserverteilung

ESTW Baustelle im Bannwald

Wieso wird ausgerechnet hier gebaut?

Die Stadt Erlangen ist gewachsen, damit auch der Trinkwasserbedarf. Der bestehende Hochbehälter der größten Druckzone von Erlangen mit seinem Speichervolumen von 4.000 Kubikmeter wird dem aktuellen Bedarf nicht mehr gerecht und zeigt außerdem altersbedingte Mängel.

Um den bestehenden Wasserdruck im Versorgungsgebiet nicht zu verändern, musste ein Standort in gleicher Höhenlage gefunden werden. Der Standort nördlich des Wohnstiftes Rathsberg, westlich der Rathsberger Straße ist die sinnvollste Lösung, die am wenigsten Auswirkungen auf die Natur hat.

Ja, wir wissen genau was wir tun, wenn wir im Bannwald eine Fläche roden. Der Bannwald um Erlangen herum ist unverzichtbar, er reinigt die Luft, beeinflusst Klima und Wasserhaushalt und bietet Klein- und Großtieren Unterschlupf.

Selbstverständlich werden wir umfangreiche Ersatzpflanzungen vornehmen und zwar direkt im Anschluss an den Bannwald im Bereich Atzelsberg, direkt im Anschluss an den Bannwald, damit die zusammenhängende Waldfläche mindestens gleich bleibt.

Was wird gebaut?

Wir bauen hier einen Behälter mit zwei erdüberschütteten rechteckigen Kammern die jeweils ein Speichervolumen von 6.000 Kubikmetern haben. Dazu kommt noch ein erdüberschüttetes Bediengebäude. Die Dimensionen wurden so berechnet, dass die Trinkwasserversorgung der Stadt Erlangen auf Jahrzehnte hin gesichert ist.

Wie sieht das Gelände danach aus?

Unmittelbar im Anschluss an die Bautätigkeit werden die Flächen, die nicht für den Betrieb der Anlage befestigt werden müssen, mit Bodendeckern oder Wiese bepflanzt. Ziel ist es, dass sich Kleintiere und Insekten ansiedeln können.

Warum muss ein Zaun sein?

Damit keine unbefugten Personen aufs Gelände kommen, muss der unmittelbare Behälterbereich eingezäunt werden. Die Zaunanlage wird mit Kleintierdurchschlupfen versehen, um die Beeinträchtigung der Natur so gering wie möglich zu halten.

Zeitplan?

Wir haben jetzt im Februar roden lassen, noch bevor die Brutsaison der Vögel beginnt. Im Anschluss wird nicht nur auf dem direkten Gelände gebaut, sondern auch in den angrenzenden Stadtgebieten müssen Leitungen verlegt werden. Dabei kann es zwischenzeitlich auch zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Im September 2016 soll alles fertig sein.