Michael Poeschke

Michael Poeschke  

Michael Poeschke

27.03.1901 (Erlangen) - 10.05.1959 (Langenzenn)

Oberbürgermeister in Erlangen von 1946 - 1959

 

Michael Poeschke war schon mit 18 Jahren SPD-Mitglied, war ab 1922 Redakteur des Sozialdemokratischen Erlanger Volksblatt. 1933 stürmten die SA die Redaktion, Poeschke wurde zusammengeschlagen und mehrmals inhaftiert, unter anderem auch vom 30.6.1933 - 20.6.1934 im KZ Dachau. Er hatte während des Dritten Reiches dann strenges Heimat- und Redeverbot. Am 6.8.1945 setzte die Militärregierung ihn als 2. Bürgermeister ein, ab 1.10.1946 war er dann bis zu seinem Tod Oberbürgermeister in Erlangen. Als „diszipliniert, tatkräftig, streitbar und sozialdemokratisch" wird seine Amtsführung in den schwierigen Nachkriegsjahren bezeichnet. In seiner Amtszeit förderte er die Ansiedlung von Siemens, betrieb energisch den sozialen Wohnungsbau (GEWOBAU wurde 1950 gegründet), setzte sich für die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen ein, baute Infrastruktur und Schulraum aus und förderte die Erweiterung der Universität. 1955 erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Friedrich-Alexander-Universität.