Luise Kiesselbach

Luise Kiesselbach

Luise Kiesselbach

28.12.1863 (Hanau) - 27.1.1929 (Zell, Schäftlarn)


Schon in ihrer Zeit als Professorengattin in Erlangen - ihr Mann war Prof. für Ohrenheilkunde - setzte sich Frau Kiesselbach im Verein Frauenwohl für sozial-caritative Frauenarbeit ein, für die Reform der Frauen- und Mädchenbildung und Frauenrechte.

Nach dem Umzug nach München übernahm sie die Leitung des Vereins für Fraueninteressen. Dieser progressive Zweig der bürgerlichen Frauenbewegung existiert als Mutterverein der bay. Frauenbewegung bis heute. Außerdem leitete sie den „Stadtbund Münchener Frauenvereine" und den „Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern" und wurde 1919 eine der ersten Münchener Stadträtinnen. Auch von München aus besuchte Luise Kiesselbach Erlangen immer wieder und hielt Vorträge für den Erlanger Verein Frauenwohl. Ihr Engagement galt zeitlebens allen Bildungs- und Berufsfragen von Frauen, der Jugendarbeit und der Fürsorge für alte Menschen. 1998 wurde eine Straße im Röthelheimpark nach ihr benannt. (Quelle: Erlanger Stadtlexikon, Verlag W. Tümmels, Nürnberg, 2002)