Anna Pirson

Anna Pirson

Anna Pirson

28.6.1887 (Leipzig) - 8.12.1976 (Erlangen)

Mit 7 Jahren kam Anna Pirson mit der Familie nach Erlangen. Sie machte 1906 das Abitur am Kgl. Neuen Gymnasium in Nürnberg und studierte dann Philologie in Leipzig und Erlangen. Sie hatte 8 Kinder von denen 2 sehr früh starben. Sie engagierte sich zunächst in der staatsbürgerlichen und sozialen Frauenarbeit, vor allem als Vorsitzende des Vereins „Frauenwohl", dann auch im deutsch-evangelischen Frauenbund. 1946 trat sie in die DDP (später FDP) ein und folgte 1948 als Vertreterin eines verstorbenen Kollegen in den Stadtrat. Am 30.6.1949 wurde Anna Pirson als erste Frau in Erlangen zur Bürgermeisterin gewählt - eine seinerzeit ungewöhnliche Position.

Als Stadträtin, Bürgermeisterin und Leiterin des Schul- und Kulturreferats förderte Pirson den Aufbau der Volkshochschule, die Aufhebung der Misstände an den Erlanger Volksschulen und die Planung von Schulerweiterungsbauten. Auch nach ihrem Ausscheiden aus der Kommunalpolitik blieb Pirson für die evangelische Frauenarbeit tätig unter anderem als Vorsitzende der Frauengruppe des Gustav-Adolf-Werks. 1998 wurde eine Straße im Röthelheimpark nach ihr benannt. (Quelle: Erlanger Stadtlexikon, Verlag W. Tümmels, Nürnberg, 2002)