Szene 3

Karte Energiewende I Energiewende I Energiewende Energiewende Energiewende I Energiewende I


Die Projektgruppe im Interview

Team LED Wand
Von links nach rechts:
Christian Weiß, Matthias Stiegler,
Dominik Ziegler, David Werner

ESTW: Wie seid Ihr an dieses Projekt rangegangen?


Dominik Ziegler, Anlagenmechaniker:
2011 haben wir für den Tag der offenen Tür bei den ESTW funktionstüchtige Modelle gebaut, die zeigen, wie man mit Sonne und Wasserkraft Energie erzeugt. Die durch eine Dampfmaschine (Kraft-Wärme-Kopplung) erzeugte Bewegungsenergie brachte beispielweise eine LED zum Leuchten.

Als wir beschlossen, uns für den Umweltpreis zu bewerben, lag es nahe, auch das Thema „Energieversorgung vor Ort" anschaulich und begreifbar zu machen.

Matthias Stiegler, Anlagenmechaniker:
Wir wollten zeigen, wie viele Erlanger Haushalte die Stadtwerke schon mit Energie aus erneuerbaren Quellen versorgen können. Unter einer Kilowattstunde Strom können sich aber die Wenigsten etwas vorstellen. Deshalb haben wir als feste Größe nicht Kilowattstunden, sondern einen Erlanger Haushalt gewählt.

Ein Durchschnitts-Haushalt mit drei Personen hat einen Strombedarf von 3.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Auf einem Plan des Stadtgebiets Erlangen stellen wir symbolisch dar, wie viele Haushalte wir anteilig mit eigenerzeugtem Strom aus Sonne, Wasser- und Windkraft versorgen.

Dominik und ich waren für die Hardware verantwortlich, wir haben das Edelstahlgehäuse gebaut und den Stadtplan herausgesägt. Für die Projektvorstellung haben wir erst mal ein Modell gebaut, inzwischen steht es in Originalgröße.

David Werner, Elektroniker:
Eine besondere Herausforderung war, dass wir auf der Wand nicht nur einen aktuellen Stand darstellen wollten, sondern dass die Zahlen jährlich aktualisiert werden sollten. Diese Anzeige auf Zuwachs zu bauen, war dann die besondere Tüftelarbeit für uns Elektroniker.

Christian Weiß, Elektroniker:
Da war es schon gut, dass wir auch unsere Ausbilder für das Projekt begeistern konnten. Dass unser Vorstand von Anfang an grünes Licht gegeben hat, hat uns auch vieles erleichtert, denn da sind schon einige Arbeitsstunden hineingeflossen.

Aber die Erfahrungen, die wir dabei machen konnten, waren auch toll. Wir haben intensiv mit anderen Abteilungen unseres Unternehmens zusammengearbeitet. Egal, ob es um die Formulierung der Bewerbung, um die Bestellung des Materials oder um die Beschriftung der Wand ging, alle haben uns geholfen.

Ja, wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass aus vielen kleinen Ideen ein großes Projekt werden kann.

Auch die Energiewende kann nur gelingen, wenn viele kleine Bausteine zusammengesetzt werden. Ob der Ausbau der Wasserkraft, Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, neue Windkraftanlagen oder natürlich Energiesparmaßnahmen jedes Einzelnen - jeder Beitrag zählt und erscheint als neues Licht auf unserer Energiewand, die jetzt im Foyer des Erlanger Rathauses steht.