Naturerlebnispfad Erlangen - Möhrendorf

Naturerlebnispfad

Der Naturerlebnispfad im Wasserschutzgebiet West zwischen Alterlangen und Möhrendorf

Naturerlebnispfad

Seit 2002 gibt es viel zu entdecken an den 18 Stationen des Naturerlebnispfades. Im Jahr 2007 kamen noch drei weitere Stationen dazu, darunter eine am Bauernrad an der Regnitz, für das die Erlanger Stadtwerke die Patenschaft übernommen haben.

Das Wasserschutzgebiet West, durch das sich der Naturerlebnispfad mit seinen 21, teils interaktiven Stationen schlängelt, zeichnet sich durch eine große naturräumliche Vielfalt aus: Trocken und feucht, ein Leben im Sand und ein Leben mit nassen Füßen liegen hier dicht beieinander. Auf den beiden vier Kilometer langen Rundwegen erkunden Sie die typischen Trocken- und Feuchtstandorte der Regnitzterrasse und Talaue.

Naturerlebnispfad

Der Pfad mäandert auf der höher gelegenen Terrasse durch lichte Sandkiefernwälder an Sandäckern und einmaligen Sandmagerrasen vorbei. Pflanzen und Tiere, die keine ausgefeilte Überlebensstrategie entwickeln, haben in diesen extremen Lebensräumen keine Chance. Mit etwas Glück kann man hier gefährliche Räuber wie den Bienenwolf beobachten oder man trifft auf die Meisterin der Tarnung, die blauflügelige Ödlandschrecke.
Schwarzbauerngrube

In der einige Meter tiefer gelegenen Regnitzaue führt der Pfad durch Wässerwiesen, vorbei an Auwäldern und Röhrichten, Schilfen und Hecken. Auf den Tafeln der Stationen "im Tal" werden geologische Entstehungsprozesse und kulturhistorischen Besonderheiten gezeigt.

Weitere Informationen zu den Rundwegen und Stationen finden Sie im Infoflyer "Hallo Wassertrinker!".

Das Bauernrad 

Die Erlanger Stadtwerke haben 2005 die Patenschaft für das Wasserrad übernommen, das von 1693 bis 1992 von Möhrendorfer Landwirten genutzt worden war. Gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg wurde das Rad, das 2005 nur noch als Ruine vorhanden war, wiederbelebt und in den Naturerlebnispfad der Erlanger Stadtwerke integriert.

Über das gut erhaltene Grabensystem speist das Wasserrad ein Feuchtbiotop. Immerhin fördert ein Wasserschöpfrad mit 24 Kümpfen pro Tag ca. 1.400.000 Liter Wasser!

Jedes Jahr im Mai wird das Rad von Freiwilligen eingebaut und im September wieder abgebaut und über Winter eingelagert. Nach wie vor wird nach der alten Technik gearbeitet, werden Holznägel aus Eiche verwendet und bis auf die Bänder um die Kümpfe wird kein Metall verwendet.

 

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