Funktionsweise der Nachtspeicherheizung

1. Aufbau (Innen)

Der Kern elektrischer Speicherheizgeräte besteht aus Beton-, Schamotte- oder gesinterten Magnesitsteinen, durch die die eingebetteten elektrischen Heizwendeln, Rohrheizkörper oder

Heizpatronen aufgeheizt werden und somit die erzeugte Wärme an ihre nähere Umgebung abgeben. Der Speicherkern kann max. auf 600°C aufgeheizt werden.

2. Aufbau (Außen)

Um den Speicherkern herum befindet sich eine 20 bis 50 mm starke Dämm- oder Isolierschicht. Der Mantel eines Elektrospeicherheizgerätes besteht meist aus Stahlblech. Dieser kann, um eine behaglichere Raumatmosphäre zu vermitteln, mit Keramik-Kacheln ausgestattet sein.

3. Aufladung

Seitens des Elektrizitätsversorgers wird zur Aufladung der Elektroheizgeräte ein spezieller Nachtstrom (Niedertarif) innerhalb der EVU-Freigabezeiten von z. B. 22 bis 6 Uhr zur Verfügung gestellt.

Das Heizgerät kann auf diese übliche Weise aufgeheizt werden, um am darauffolgenden Tag die gespeicherte Wärme an die Räume abzugeben (Entladung).

4. Entladung

Der Entladevorgang erfolgt dynamisch durch die Steuerung eines Gebläses. Diese Speicherheizgeräte dienen zum Beheizen aller Bereiche in Wohnungen und Betrieben. Hierbei ist der Speicherkern mit Luftkanälen durchzogen, durch die mit Hilfe des Gebläses Luft zur Wärmeabgabe geblasen wird.

Diese Luft wird über die Rückfront oder die Seitenflächen des Gerätes aus der Umgebung angesaugt, anschließend beim Durchströmen der Speicherkernkanäle erwärmt und über ein Luftaustrittsgitter an der Gerätevorderfront wieder in den Raum hinaus geblasen.

Soll das Speicherheizgerät optimal für den nächsten Tag aufgeheizt werden, muss bedacht werden, daß die Aufheizzeit von Einflüssen wie Außentemperatur, Wind, Sonneneinstrahlung und der Restwärme des vergangenen Tages im Speicherkern abhängig ist.

5. Steuerung

Die im Speicherheizgerät verfügbare Restwärme wird über einen Restwärmefühler erfasst.

Zur genauen Temperaturüberwachung und zur Bestimmung der Aufladezeit und Aufladetemperatur ist es erforderlich, einen Witterungsfühler (Aufladeregler) an die Außenmauer des Hauses oder der Wohnung anzubringen.