Vorstand Matthias Exner zu den Energiepreisen

Gute Nachrichten zum Jahresende

Unsere Preise bei Erdgas und Fernwärme sinken – beim Strom bleiben sie stabil. Vier Fragen an Matthias Exner, Vorstand der ESTW.

Überall gibt es Meldungen, dass aufgrund höherer Netzentgelte und höherer gesetzlicher Abgaben Energie teurer wird. Was machen die ESTW?

Matthias Exner: Wir senken ab dem 1. Februar 2017 erneut unsere Erdgaspreise. Selbstverständlich sparen wir dafür nicht an unserem zuverlässigen Service. Wir haben einfach gute Einkäufer, die den Markt genau beobachten und im Verbund mit anderen Stadtwerken der Region die bestmöglichen Preise für unsere Kunden erzielen. So sinkt der Arbeitspreis für Erdgas pro Kilowattstunde um einen Cent brutto. Das macht bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr stolze 200 Euro oder 14,4 Prozent. Seit dem 1.Oktober 2011 fallen bei uns die Preise für Erdgas nun schon über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren.

Und bei den Strompreisen?

Matthias Exner: Die bleiben stabil! Trotz des schwierigen Marktumfelds können wir in Erlangen unsere Strompreise für weitere zwölf Monate halten. Und das, obwohl staatliche Abgaben und Netzentgelte massiv gestiegen sind. Diese von uns nicht beeinflussbaren Kostensteigerungen konnten wir vor allem durch Einsparungen im Einkauf, durch Kostenoptimierungen und Effizienzsteigerungen nahezu ausgleichen. Damit ist allerdings unser Handlungsspielraum beim Strompreis auch erschöpft. Übrigens haben wir mit dieser Entwicklung seit 24 Monaten stabile Strompreise hier in Erlangen.

Wieviel vom Strompreis können denn die ESTW überhaupt beeinflussen?

Matthias Exner: Recht wenig. Denn 78 Cent von jedem Euro, den Haushaltskunden zahlen müssen, sind Kosten, die wir als Energieversorger nicht selbst beeinflussen können. Dabei besteht der mit Abstand größte Bestandteil des Strompreises von bundesweit durchschnittlich über 56 Prozent aus Steuern und Umlagen.

Rund 22 Prozent werden für die von den Behörden regulierten Netzentgelte verwendet. Zum 1. Januar 2017 steigt allein die EEG-Umlage (Erneuerbare-Unsere Strompreise bleiben stabil – trotz höherer Steuern und Abgaben! Erdgas und Fernwärme werden sogar billiger! Energien-Gesetz-Umlage; Anmerk. d. Red.) von derzeit 6,354 Cent je Kilowattstunde auf 6,88 Cent an. Hinzu kommen weitere Erhöhungen der gesetzlichen Umlagen und der staatlich regulierten Netzentgelte. All diese Erhöhungen aus Steuern, Umlagen und regulierten Netzentgelten können wir – wie bereits gesagt – für das Jahr 2017 zum Vorteil unserer Kunden kompensieren.

Gibt es weitere positive Nachrichten?

Matthias Exner: Ja, tatsächlich. Auch unsere Fernwärmekunden dürfen sich über Preissenkungen freuen. Bereits zum 1. Januar verbilligt sich der Arbeitspreis und gleicht damit eine leichte Erhöhung des Leistungspreises aus. Insgesamt ergibt sich bei einem Durchschnittsverbrauch von 20 Megawattstunden eine Einsparung von circa 70 Euro im Jahr.

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