Die Wasserspeicher am Burgberg

Anfang Oktober 1890 hatte der Magistrat der Stadt Erlangen das Grundstück für den Bau eines Hochreservoirs vom Buchhändler Carl Enke und dem Bierbrauer Friedrich Hertlein gekauft. Die beauftragte Baugesellschaft begann anschließend mit dem Bau des ersten Wasserspeichers auf dem Burgberg.

1891

1891 ist mit dem "Hochreservoir" der erste Erlanger Trinkwasserspeicher in Betrieb genommen worden. 600 m3 Wasser konnten in den Wasserkammer-Gewölben aus Stampfbeton gespeichert werden. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden durch mehrmalige Erweiterungen letztlich 3000 m3 Speichervolumen geschaffen.

Die Wasserspeicher am Burgberg

1905

1905 wird mit dem 35 m hohen Wasserturm das markanteste Bauwerk auf dem Burgberg errichtet. Der Turmbehälter wurde notwendig, um die Bebauung des "oberen Stadtteils" mit Wasser versorgen zu können. Da nach Meinung des Magistrats besonders Bedacht auf die äußere Gestaltung zu nehmen war, ist dem wilhelminischen Zeitgeist entsprechend die Form des Wachturmes gewählt worden.

Wasserspeicher gleichen die Tag- / Nacht-Schwankungen beim Wasserbedarf aus und ermöglichen damit einen relativ kontinuierlichen Betrieb der Wasserwerke. Hoch gelegene Wasserspeicher, auch Hochbehälter genannt, bestimmen zudem den Wasserdruck im Versorgungsgebiet.

1956

1956 wird zur Versorgung des weiteren Stadtgebietes neben dem Wasserturm ein Hochbehälter mit 4.000 m3 Speichervolumen gebaut.

Die Wasserspeicher am Burgberg
Hochbehälter Niederdruckzone; 4.000 m3
moderner Speicher mit historischem Portal

2001

2001 ersetzt zur Wasserversorgung der Altstadt ein neuer Trinkwasser-Speicher das historische "Hochreservoir". In den beiden unterirdischen Wasserkammern können insgesamt 4.000 m3 Trinkwasser gespeichert werden. Das neue Bauwerk fügt sich unter Rücksichtnahme auf den Baumbestand und das denkmalpflegerisch erhaltene alte Portal harmonisch in die Umgebung ein.

Vom alten Portal aus besteht die Möglichkeit des Einblickes in eine der beiden neuen Wasserkammern.